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ANIMA – DIE KLEIDER MEINES VATERS

Uli Decker | Deutschland 2022 | 94 min | dt. Originalfassung

Doku Samstag 19.11. – 18:00 Uhr

Kino-Tickets

In diesem Dokumen­tarfilm arbeitet die Regisseurin ihre eigene Familiengeschichte auf. Uli Decker, so erfährt man im Film, wollte mit neun Jahren Papst werden. Sie haderte schon früh mit den starren Rollenbildern, denen sie in ihrer bayrischen ­Heimat ausgesetzt war. Auch der Vater hat für sie seit ihrer Kindheit ein Rätsel dargestellt. Sie und ihre Schwester erleben ihn meist als nachdenklich und abwesend. Ihn zum Lachen zu bringen, war immer wieder das Ziel von Uli.
Erst als erwachsene Frauen und in ihrer schwersten Stunde werden die Schwestern in ein Familiengeheimnis eingeweiht. Am Totenbett des Vaters erfahren sie: Er kleidete sich Zeit seines Lebens gerne in Frauenkleider, lebte dies allerdings nur in anderen Städten aus, da er das ­Familienbild nicht zerstören wollte. Eine Information, die manches erklärte, aber noch sehr viel mehr Fragen aufwarf…

Der Film nimmt seine Betrachter*innen mit hinein in eine ganz gewöhnliche Familie und zeigt einen Mann, der in tiefe Depressionen fällt, weil das was er fühlt, nicht das ist, was er leben kann. Es fühlt sich an wie ein Puzzle, das Stück für Stück zusammengesetzt wird und dessen Ergebnis doch nur ein stummes Bild ergibt. Denn schmerzlich fehlt am Ende der Mensch, dem nicht nur die Schwestern, sondern auch die Zuschauer*innen Fragen stellen wollen.

Trailer

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